2G (EDGE,GPRS), 3G (HSDPA), 4G (LTE) – was bedeutet das?

Da wir oft auf den Unterschied von 2G, 3G und 4G Trackern angesprochen werden, wollen wir hier kurz dazu informieren. Grundsätzlich sind 2G, 3G und 4G Kürzel für die bestehenden Mobilfunkstandards. Das G steht dabei für Generation und die Zahl folgt den Entwicklungsschritten.

2G wurde Ender der 80`ziger Jahre eingeführt und ist der älteste und 4G bzw. nachfolgend 5G, der nun starten soll, der jüngste Standard. Wichtig für das GPS-Tracking ist nur, ob sich der Tracker mit seinen Modulen in das jeweilige Netz – abwärts kompatibel – einbuchen kann und wie hoch die zu übertragene Datenmenge ist.

Gleich vorweg; die Datenmenge beim Tracking ist so gering, dass das GPRS-Netz (2G) grundsätzlich für den Betrieb eines normalen Trackers ausreicht. Dieses Netz bietet eine Bandbreite von max. 53,6 kbit/s oder im Edge bis zu 220 kbit/s. Das klingt erst einmal ziemlich langsam, ist aber bei einem Tracking-Datensatz von ca. 150 Byte keine Herausforderung, das 2G-Netz muss am Einsatzort nur anliegen. Liegt statt dessen ausschließlich 3G oder 4G an, kann ein reiner 2G-Tracker KEINE Daten übertragen. Das GPRS-Netz ist in Europa sehr gut und flächendeckend ausgebaut.

2G Netz

Das 2G-Netz, auch bekannt als „Second Generation“, ist eine frühe Generation von Mobilfunknetzen, die Ende der 1980er Jahre und Anfang der 1990er Jahre entwickelt wurde. Es war die erste Generation von digitalen Mobilfunknetzen und ersetzte die älteren analogen Systeme.

Hier sind einige der wichtigsten Merkmale des 2G-Netzes:

  1. Digitale Übertragung: Im Gegensatz zu analogen Netzwerken verwenden 2G-Netze digitale Übertragungstechnologien wie TDMA (Time Division Multiple Access) oder GSM (Global System for Mobile Communications).
  2. Sprach- und Datenübertragung: Das 2G-Netz unterstützt sowohl die Übertragung von Sprachanrufen als auch von Datenübertragungen mit niedrigen Datenraten, was es ermöglicht, Textnachrichten zu senden und einfache Internetdienste zu nutzen.
  3. Geringe Datenraten: Die maximale Datenrate im 2G-Netz beträgt in der Regel einige Kilobits pro Sekunde (Kbps), was für grundlegende mobile Internetdienste wie das Abrufen von E-Mails oder das Surfen im Web ausreicht, aber nicht für hochwertige multimediale Inhalte.
  4. Globale Akzeptanz: Das GSM-System, das eine der wichtigsten Technologien im 2G-Netz ist, wurde weltweit weit verbreitet und standardisiert. Dies ermöglichte es Benutzern, mit ihren Mobiltelefonen in verschiedenen Ländern zu kommunizieren, ohne die SIM-Karte wechseln zu müssen.
  5. Verbesserte Sicherheit: Im Vergleich zu analogen Mobilfunknetzen bietet das 2G-Netz verbesserte Sicherheitsmerkmale wie Verschlüsselung und Authentifizierung, um die Sicherheit von Telefongesprächen und Datenübertragungen zu gewährleisten.

Das 2G-Netz wurde später von den folgenden Mobilfunkgenerationen 3G, 4G und 5G abgelöst, die höhere Datenraten, verbesserte Leistung und erweiterte Funktionen bieten. In vielen Regionen wird das 2G-Netz inzwischen abgeschaltet, um Platz für schnellere und effizientere Technologien zu schaffen. Ein Beispiel ist die Schweiz und Luxemburg. In Deutschland wird das 2G Netz noch betrieben, wir gehen aber davon aus, dass auch hier die Tage gezählt sind.

3G Netz

Das 3G-Netz, auch bekannt als „Third Generation“, ist eine Mobilfunktechnologie, die entwickelt wurde, um höhere Datenraten und erweiterte Dienste im Vergleich zum vorherigen 2G-Netz anzubieten. Es wurde in den frühen 2000er Jahren eingeführt und markierte einen bedeutenden Fortschritt in der mobilen Kommunikationstechnologie.

Hier sind einige der wichtigsten Merkmale des 3G-Netzes:

  1. Höhere Datenraten: Das 3G-Netz bietet deutlich höhere Datenraten im Vergleich zum 2G-Netz, typischerweise im Bereich von einigen Megabit pro Sekunde (Mbps). Dies ermöglichte es Benutzern, schnellere Internetverbindungen auf ihren Mobilgeräten zu nutzen und multimediale Inhalte wie Videos und Musik zu streamen.
  2. Breitbandige Datenübertragung: 3G-Netze unterstützen breitbandige Datenübertragung, was bedeutet, dass Benutzer eine kontinuierliche und unterbrechungsfreie Internetverbindung haben können, ähnlich wie bei Breitbandverbindungen zu Hause.
  3. Erweiterte Dienste: Neben der reinen Sprach- und Datenübertragung ermöglicht das 3G-Netz eine Vielzahl erweiterter Dienste wie Videoanrufe, Videokonferenzen, mobiles Fernsehen, mobiles Internetzugang und Standortbasierte Dienste.
  4. Bessere Sprachqualität: Obwohl das 3G-Netz hauptsächlich für Datenübertragung entwickelt wurde, bietet es auch verbesserte Sprachqualität im Vergleich zum 2G-Netz. Dies liegt daran, dass 3G-Netze digitale Sprachübertragungstechnologien wie Wideband-Code-Division-Multiple-Access (W-CDMA) verwenden.
  5. Globale Verbreitung: 3G-Netze wurden weltweit eingeführt und standardisiert, was es Benutzern ermöglicht, von einer breiten Abdeckung und Interoperabilität in verschiedenen Ländern zu profitieren.

Das 3G-Netz wurde später von der 4G-Technologie abgelöst, die noch höhere Datenraten, verbesserte Leistung und erweiterte Dienste bietet. In Deutschland wurde das 3G Netz abgeschaltet. Dennoch bleibt das 3G-Netz in einigen Ländern und Regionen aktiv, insbesondere in Gebieten, in denen 4G- und 5G-Netze noch nicht weit verbreitet sind.

4G Netz

Das 4G-Netz, auch bekannt als „Fourth Generation“, ist eine Mobilfunktechnologie, die entwickelt wurde, um höhere Datenraten, verbesserte Leistung und erweiterte Dienste im Vergleich zum vorherigen 3G-Netz anzubieten. Es wurde in den späten 2000er Jahren eingeführt und markierte einen bedeutenden Fortschritt in der mobilen Kommunikationstechnologie.

Hier sind einige der wichtigsten Merkmale des 4G-Netzes:

  1. Höhere Datenraten: Das 4G-Netz bietet deutlich höhere Datenraten im Vergleich zum 3G-Netz, typischerweise im Bereich von mehreren Dutzend Megabit pro Sekunde (Mbps) bis hin zu einigen Hundert Mbps. Dies ermöglicht es Benutzern, schnellere Internetverbindungen auf ihren Mobilgeräten zu nutzen und multimediale Inhalte wie hochauflösende Videos und Musik in Echtzeit zu streamen.
  2. Breitbandige Datenübertragung: 4G-Netze unterstützen breitbandige Datenübertragung mit hoher Kapazität und niedriger Latenz, was eine nahtlose und unterbrechungsfreie Internetverbindung ermöglicht, selbst bei anspruchsvollen Anwendungen wie Online-Spielen oder Videokonferenzen.
  3. Erweiterte Dienste: Neben schnelleren Datenübertragungsraten bietet das 4G-Netz eine Vielzahl erweiterter Dienste wie Voice over LTE (VoLTE), Voice over Wi-Fi (VoWiFi), HD-Videotelefonie, mobiles Fernsehen in hoher Auflösung, Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR).
  4. Bessere Netzwerkabdeckung und Zuverlässigkeit: 4G-Netze wurden entwickelt, um eine bessere Netzwerkabdeckung und Zuverlässigkeit zu bieten, insbesondere in stark frequentierten Gebieten wie städtischen Zentren und Ballungsräumen. Dies ermöglicht eine konsistente Konnektivität und eine hohe Qualität der Dienstleistung, unabhängig von der Standortposition des Benutzers.
  5. Unterstützung für mobile Breitbandtechnologien: Das 4G-Netz unterstützt verschiedene mobile Breitbandtechnologien wie Long Term Evolution (LTE), LTE-Advanced (LTE-A) und LTE-Advanced Pro, die kontinuierlich verbesserte Leistung und Effizienz bieten.

Das 4G-Netz hat in den letzten Jahren weltweit an Bedeutung gewonnen und ist heute eine der wichtigsten Mobilfunktechnologien. Es bietet Benutzern eine schnellere und zuverlässigere Konnektivität für eine Vielzahl von Anwendungen, von der einfachen Internetnutzung bis hin zu anspruchsvollen Multimediaanwendungen und mobilen Arbeitsumgebungen.

 

Alle von Autowacht angebotenen Tracker sind 4G-Tracker. Das ist derzeit der modernste Standard für private Anwendungen. Selbst große Daten sind in diesem Standard kein Hindernis. Beim Tracking spielt 4G also eine große Rolle. Interessant sind diese Tracker, wenn neben den Standortdaten auch Videos gestreamt werden sollen. Einige Dash-Cams setzen auf diesen Standard und bieten neben der Übertragung des Standortes auch die Live-Übertragung der Videoaufnahmen aus dem Fahrzeug an.

Je mehr Mobilfunkstandards ein Tracker erreichen kann, desto geringer wird also der sogenannte „Übertragungs-Abriss“ ausfallen. Wichtig ist jedoch, dass die Frequenzen, die der Tracker erreicht, auch abwärts kompatibel sind, wie die GPS-Tracker von Autowacht. Ein reiner 4G-Tracker, ohne die automatische Rückfallebene auf das 2G Netz, ist nur bedingt erfolgreich, da das 4G-Netz in Deutschland nicht so gut und flächendeckend erreichbar ist – wie das 2G-Netz.

Aber wir leben in einer globalen Welt und der Deutsche ist reiselustiger denn je und möchte natürlich, dass sein Tracker auch in anderen Ländern gut und störungsfrei funktioniert. In der Schweiz beispielsweise wurde das 2G-Netz abgeschaltet und es ist nicht bekannt, welche Strategie andere Länder in Bezug auf Erhalt oder Abschaltung ihrer Mobilfunkstandards fahren. Ein 2G-Tracker, der in Deutschland gut funktioniert, hat nun in der Schweiz keine Chance mehr.

Aus diesem Grund setzen wir auf Lösungen, die vom 4G-Standard abwärts kompatibel sind und bieten sowohl Einbau-Tracker als auch mobile Tracker im 4G-Bereich an.

Eine Übersicht, welches Land zu welchem Zeitpunkt das 2G- bzw. 3G-Netz abschalten wird, finden Sie unter diesem Link: https://www.emnify.com/blog/global-2g-phase-out#

Lesen Sie weiter: Was bedeutet GPS-Ortung? oder stöbern Sie in unseren Trackern zur Fahrzeug- oder Sachortung.

Die Autowacht Dresden GmbH verkauft Ihre Tracker inkl. einer bereits verbauten Daten SIM-Karte. Alle Tracker sind vorkonfiguriert und für den sofortigen Einsatz klar. Einige Kunden wollen aber ihre eigene SIM-Karte nutzen. Das ist kein Problem! Unsere Tracker sind nicht gebrandet und funktionieren mit allen SIM-Karten. Dazu schalten Sie den GPS-Tracker einfach aus und entfernen unsere Datenkarte. Legen Sie Ihre SIM-Karte ein und schalten den GPS-Tracker wieder an. Alle Einstellungen bleiben erhalten. Sie müssen jetzt nur den entsprechenden APN der neu eingelegten SIM-Karte an den Tracker übertragen – er wird dann wieder normal arbeiten.

Wenn Sie Ihre eigene SIM-Karte nutzen wollen, benötigt der Tracker für die länderübergreifende Datenübertragung den richtigen APN Ihrer SIM-Karte.

APN – Access Point Name

Die Autowacht Dresden GmbH verkauft ihre GPS-Tracker in der Regel vorinstalliert, das heißt, die Tracker bekommen die IP-Adresse zum GPS-Ortungsserver und den jeweiligen Produkt-Port schon von Haus aus. Wir übernehmen das gern, um dem Kunden komplizierte Einstellungen zu ersparen.

Damit die GPS-Tracker auch länderübergreifend mit Ihrer eigenen SIM-Karte genutzt werden können, muss im GPS-Ortungsgerät das internationale Roaming aktiviert und der jeweilige APN eingestellt werden. Der APN ist der Name des Gateways zwischen einem Mobilfunknetz (GPRS, 3G, 4G) und dem öffentlichen Internet. Ohne die richtige APN-Einstellung erhält der GPS-Tracker keinen Zugriff auf das mobile Internet und kann so keine Daten an den GPS-Ortungsserver übertragen.

Die GPS-Tracker der Autowacht Dresden GmbH können mit allen herkömmlichen SIM-Karten genutzt werden und haben aus diesem Grund kein Anbieter-Branding. Umso wichtiger ist die Konfiguration des Trackers mit dem richtigen APN der jeweils eingelegten SIM-Karte.

In ihren Unterlagen fragen wir Sie nach dem APN der im GPS-Tracker genutzten SIM-Karte. Bitte lassen Sie sich den richtigen APN von Ihrem Provider nennen und übertragen diesen auf Ihren GPS-Tracker. Gern unterstützen wir Sie auch dabei. Es ist relativ simpel in der Umsetzung.

Im Anschluss finden Sie einen Verweis zu einer Übersicht der Standard-APNs bekannter Anbieter. Da es aber mittlerweile sehr viele APNs für die unterschiedlichen SIM-Karten gibt und sich diese durchaus auch ändern können, fragen Sie bitte IMMER bei Ihrem Mobilfunkanbieter nach dem für Ihre SIM-Karte richtigen APN.

Übersicht APN – Diese Übersicht verlinkt zu einer anderen Website und dient nur der Information; es besteht kein Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit.

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